Der grundsätzliche Unterschied zwischen einen Bauspardarlehen und einem Bausparvertrag liegt auf der Hand: Bei einem Darlehen leiht man sich Geld von der Bank und zahlt dafür Zinsen, während man bei einem Bausparvertrag der Bank Geld leiht und dafür Zinsen erhält. In der Regel, da die Finanzierungssumme eines Bauprojektes häufig die Darlehens- bzw. Bausparsumme übersteigt, kombiniert man dabei beide miteinander und häufig mit einem zusätzlichen so genannten Annuitätendarlehen – einem regulären Kredit bei der Bank der dann in Raten abgezahlt wird. Die Zinsen für Bausparvertrag und Bauspardarlehen sind dabei in der Regel besser als bei regulären Darlehen: Für das Bauspardarlehen sind Zinsen von unter 3% möglich, während man auf einen normalen Kredit üblicherweise mehr als 4% Zinsen zahlen muss. Der Zinsvorteil ist allerdings häufig mit Wartezeiten verbunden, so dass man rechtzeitig beginnen sollte zu planen.
Eine normale Finanzierung würde dann so aussehen, dass Bauspardarlehen und Bausparvertrag zusammen ungefähr ein Viertel bis zur Hälfte der Finanzierung ausmachen. Der Rest ergibt sich dann üblicherweise aus weiteren Darlehen sowie aus Eigenkapital, wobei man auch diese Darlehen sorgfältig auswählen sollte um nicht eventuell über viele Jahre hinweg zu hohe Zinsen zahlen zu müssen. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, die Finanzierung günstiger zu gestalten: Beim Bausparvertrag ist zum Beispiel auch zu beachten, dass man hierfür Riester-Förderungen und, bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze, auch eine Wohnungsbauprämie vom Staat erhalten kann. Man sollte sich also jeweils individuelle Angebote zusenden lassen und diese miteinander vergleichen, um nicht durch Unaufmerksamkeit mehrere tausend Euro zu verschenken.






